Bachelor

 

Informationen zum Bachelor

Wenn du das liest, hast du bereits den ersten Schritt in Richtung deines B.Sc.-Studiums Molekulare Biotechnologie bei uns am IPMB in Heidelberg geschafft. Um deinen Weg in die wundervolle Welt der Wissenschaft zu ebnen, möchten wir dich hier mit den wichtigsten Informationen zu unserem Studiengang versorgen.

 
Zunächst sei gesagt: Siehst du dich später in der medizinischen Forschung, ganz gleich ob akademisch oder in der Industrie, möchtest du den Wissensstand um neue rekombinante Wirkstoffe, molekularbiologische oder biophysikalische Grundlagen, statistische und Computer-basierte Modelle der Systembiologie vorantreiben oder hast du schlicht und ergreifend ein unstillbares Verlangen, die tiefen Gründe des Lebendigen zu erforschen?

 
Nun, in diesem Fall sollte die Entscheidung ja bereits gefallen sein und du schreitest am Besten direkt weiter zur Bewerbung.

 
Für alle, die aber noch ein paar mehr Informationen benötigen:
Der Bachelor Molekulare Biotechnologie ist ziemlich gut durchstrukturiert und -modularisiert: Ein vorgefertigter Stundenplan, Pflichtpraktika- und Tutorien, fixe Vorlesungszeiten und Seminare – er bietet damit bis auf die Wahl des Hauptfachs im fünften Semester zunächst relativ wenig Entscheidungsfreiheit.
Das mag jetzt vielleicht erst einmal negativ anklingen verglichen mit der völligen Wahlfreiheit beispielsweise in den Geisteswissenschaften oder auch in vielen Life-Science-Studiengängen, ist aber eigentlich gar nicht so schlimm. Der Grund hierfür liegt nämlich vor allem im Wesen unseres Studiengangs. Denn dieser rüstet dich vor allem mit einem: Wissen.

 
In den drei Jahren unseres B.Sc. wirst du lernen, wissenschaftlich zu arbeiten, zu reden, zu schreiben, ja zu denken. Aber vor allem bekommst du eine ganze Menge optimal auf dich abgestimmtes Fachwissen eingetrichtert. Dies ist besonders im ersten Jahr noch naturwissenschaftlich sehr breit gefächert aus allen Bereichen der Mathematik, Chemie, Physik und der Biologie. Erst ein wenig später, ab dem 3. und 4. Fachsemester wird dir dann langsam klar werden, woher das „Bio“ im Namen Molekulare Biotechnologie überhaupt kommt, wenn es zunehmend ins Detail molekularbiologischer Pathways und biotechnologischer Prozesse und Methoden geht. Schließlich mündet dieses Grundlagenstudium in unseren drei Hauptfächern – Wirkstoffforschung, Bioinformatik und Biophysikalische Chemie (BPC). Obwohl der Schwerpunkt des Studiums natürlich auf der Biologie liegt, bleibt eine konstante Begleiterin indes die Chemie – ob als Freundin, Feindin oder irgendetwas dazwischen wirst du selbst herausfinden dürfen. Stets kehrt sie wieder – im 1. Semester Biochemie, Allgemeine und Anorganische Chemie, im 2. Organische Chemie, dann Chemie A&B, Physikalische Chemie, schließlich BPC.

 

Für eine genaue Übersicht über die einzelnen Fächer haben wir ein eigenes kleines, von der Fachschaft kommentiertes Vorlesungsverzeichnis verfasst – noch genauer geht’s dann echt nicht mehr.

 
Nichtsdestotrotz, eine kleine Warnung schicken wir vorweg: Nichts im Leben bekommt man geschenkt – und das gilt besonders für unseren B.Sc.
Ohne einen gewissen Eifer, ohne den Spaß am eigenständigen Entdecken, Arbeiten und stetigen Lernen dürfte all das nur schwerlich zu meistern sein. Denn neben der Vielzahl an Vorlesungen, die du häufig zusammen mit Pharmazeuten oder Chemikern hört, wirst du zusätzlich durch MoBi-eigene Tutorien (nicht selten mit obligatorischen Übungsblättern), Seminare, Essays oder durch viele semesterbegleitende Laborpraktika in Anspruch genommen werden, damit du bis zu deiner Bachelorarbeit im 6. Semester (von vielen als der Höhepunkt des Bachelors angesehen) ohne jeden Zweifel in der Lage sein solltet, mit einer Pipette umzugehen.

 
Alles in allem ist unser Bachelor ein anspruchsvoller, intensiver, vielleicht sogar manchmal frustrierender, aber zugleich hoch interessanter bis beflügelnder, amüsanter, konsistenter und durchweg wundervoller Studiengang. Also Vorsicht: Wenn du erstmal darin eingetaucht bist, wird es dir furchtbar schwer fallen, wieder davon loszukommen.

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