Bachelor


 

Bewerbung auf den Bachelor

Jedes Wintersemester werden für den Bachelorstudiengang Molekulare Biotechnologie 83 Studienplätze vergeben. 90% der Studienplätze werden in einem Auswahlverfahren vergeben, dessen Ablauf vom Institut für Pharamzie und Molekulare Biotechnologie (IPMB) festgelegt wird. Es gibt keinen festen NC. Außerschulische Aktivität wie Projekt und Praktika sowie die Auswahlgespräche entscheiden maßgeblich über die Aufnahme in den Bachelorstudiengang. Etwa 250 Bewerber werden aufgrund der Abiturnote, des Bewerbungsschreibens und weiterer Qualifikationen (siehe Auswahlsatzung) zu den Interviews Ende Juli/Anfang August eingeladen. Auf diese Weise werden die BewerberInnen nicht nur anhand ihrer Abi-Noten ausgewählt.
 

Die schriftliche Bewerbung

Du solltest dir vor deiner Bewerbung Gedanken dazu machen, wieso du ausgerechnet diesen Studiengang gewählt hast, worin deine Motivation liegt und welche Interessen und fachlichen Kenntnisse (evtl. naturwissenschaftliche LKs, Praktika?) du mitbringst. Bist du dir darüber klar, dann kann's losgehen. Die Bewerbung erfolgt zentral über das Online-Bewerbungssystem der Universität Heidelberg. Auf dem ausgefüllten Antrag findest du dann praktischerweise eine Checkliste mit zusätzlichen Unterlagen (z.B. Abiturzeugnis, Motivationsschreiben etc.), die an das Zulassungssekretariat der Uni geschickt werden. Ein Vermerk "Auswahlverfahren Molekulare Biotechnologie" auf dem Umschlag beschleunigt das Verfahren ein wenig. Wer ungeduldig ist, kann den Status seiner Bewerbung online verfolgen. Detaillierte Informationen zu den Formalitäten findet ihr auch auf der Seite unserer Fakultät. Vergiss nicht, im Lebenslauf sämtliche Bildungsstationen, aber auch längere Praktika, Ausbildungen, Schulungen und Arbeitsverhältnisse aufzuführen (Zeugnisse und Belege beilegen!) und im Anschreiben darauf zu verweisen, wenn diese relevant für deine Motivation oder Qualifikation sind. So können sich die Hochschullehrenden einen groben Überblick über deinen bisherigen Werdegang verschaffen. Du hast bestimmt schon gemerkt, dass ziemlich viel Wert auf außerschulische Leistungen hinsichtlich des Studienfaches und Engagement gelegt wird. Trotzdem solltest du natürlich auch Schulpraktika (z. B. in Bio oder Chemie) oder sonstige Einflüsse im Anschreiben nennen, die dich dazu bewegt haben, diesen Studiengang auszusuchen.
 
Im ersten Schritt wird dann eine Reihung der Bewerber hauptsächlich nach den Abiturnoten in den Fächern Mathematik, Chemie, Physik, Biologie, Deutsch und Englisch und dem aussagekräftigen Bewerbungsschreiben, sowie den Zusatzqualifikationen vorgenommen. Es werden drei Mal so viele Bewerber eingeladen, wie Studienplätze zur Verfügung stehen. Der genaue Termin der Auswahlgespräche wird etwa drei Monate vorher festgelegt, die Einladungen werden im Juli per E-Mail verschickt. Du musst die Einladung unbedingt fristgerecht bestätigen, sonst kannst du nicht zu den Interviews antreten.
 

Die Auswahlgespräche

Hast du es über die erste Hürde geschafft und eine der begehrten Einladungen zu einem Auswahlgespräch erhalten, folgt nun der zweite Schritt des Zulassungsverfahrens. Jedem wird die Möglichkeit gegeben, sich mit zwei DozentInnen zu unterhalten, die einem zufällig zugeteilt werden. Es gibt also zwei Gespräche unter vier Augen, die jeweils etwa 15 Minuten dauern. Aber keine Angst! Ziel des Gesprächs ist es, dich kennenzulernen und mehr über deine Fähigkeiten und Motivation zu erfahren. Es geht ganz gewiss nicht in erster Linie darum, dein Fachwissen von oben nach unten abzufragen, sondern vielmehr darum, deine Motivation und dein Potenzial einzuschätzen. Somit kannst du dich z. B. auf folgende Fragen gefasst machen:
 
- Wieso möchten Sie gerade "Molekulare Biotechnologie" studieren und nicht Medizin, Biologie oder Biochemie?
- Welche Kenntnisse haben Sie bisher gesammelt und wie versuchen Sie, Ihre Kenntnisse zu erweitern?
- Wieso haben Sie sich Heidelberg ausgesucht? (Na, wegen des Flairs...)
- Was möchten Sie später mal machen?
- Wie ist Ihre Einstellung gegenüber der Stammzelldiskussion/Personal Genomics/...?
- Gab es ein Schlüsselerlebnis, dass Sie zur Wahl dieses Studienganges bewogen hat?
- Falls fachliche Fragen auftauchen, drehen sich diese meist um die Grundlagen Genetik, um Viren oder Krebs.
 
Oft ergeben sich durch derartige Fragen ziemlich interessante Gespräche und man erfährt schon die ersten Tipps fürs Studium. Sicherlich lassen sich einige fachliche Fragen (Was ist Gentechnik? Was sind Stammzellen? Thousand Dollar Genome? Je nach GutachterIn vielleicht sogar mal eine kleine Rechenaufgabe) nicht vermeiden. Dabei solltest du vor allem auf Themen antworten können, die aktuell öffentlich diskutiert werden. So hast du die Möglichkeit, das Gespräch ein wenig zu lenken und du wirst schnell merken, dass dein Gesprächspartner auf die Einwürfe eingeht und sich vom Frage-Antwort-Spiel entfernt. Dir wird außerdem Zeit gegeben, selbst Fragen zum Studium zu stellen und dadurch dein Interesse zu bekunden.
 
So schnell wie es begonnen hat, ist das Gespräch auch schon wieder vorbei. Danach gilt es, geduldig zu sein und die Ergebnisse abzuwarten, die entweder am selben oder bis zu zwei Tage nach Ende des Bewerbungsverfahrens per E-Mail verschickt werden. Ein schriftlicher Zulassungsbescheid folgt dann per Post. Der digitale Bescheid kann schon verwendet werden, um auf Wohnungssuche zu gehen (beispielsweise beim Studierendenwerk). Wir, die Mitglieder der Fachschaft Molekulare Biotechnologie freuen uns, dich bei den Auswahlgesprächen kennen zu lernen und bieten neben moralischer Unterstützung und Tipps auch Snacks und Getränke zur Ablenkung.